Oslo und Umgebung.
Im Wonnemonat Mai ist Norwegen ein schönes Reiseziel, denn der norwegische Frühling verwandelt die Landschaft in ein paradiesisches Blütenmeer. Im Mai schnellen auch die Temperaturen im skandinavischen Norden hoch, wenn auch nicht im gleichen Maße wie in südlicheren Ländern. Da die Winter in Norwegen schneereich und kalt sind, setzt im Frühling ein regelrechtes Frühlingserwachen ein. Auch können Sie im Mai verschiedenen norwegischen Feiertagen beiwohnen. Oslo, die norwegische Hauptstadt, liegt im Südosten des Landes und verzeichnet, wie der gesamte Süden, die mildesten Temperaturen. Wer wilde und unberührte Landschaften mag, der wird Norwegen lieben. Berge, Gletscher, Fjorde und Wasserfälle wechseln sich mit dunklen Wäldern, grünen Küsten und Seen ab. Wenn im Mai die Obstblütezeit beginnt, sieht man an vielen Orten die Obstbäume in voller Pracht. Oslo bildet hier keine Ausnahme, denn sie zählt zu den grünsten Hauptstädten der Welt.
Frühling in Oslo
Mit ihren mehr als 600.000 Einwohnern ist Oslo eine vergleichsweise kleine Hauptstadt. Von 454 km² Fläche sind die Hälfte Waldgebiet. Die Stadt liegt am Oslofjord, der sich über 100 Kilometer erstreckt. Das Zentrum der Stadt befindet sich um die Karl Johans gate herum, die Hauptstraße. Das historische Stadtzentrum – Kvadraturen – liegt zwischen der alten Festung Akershus und der Karl Johan gate. An einem Ende befindet sich das Königliche Schloss, vor dem täglich um 13.30 Uhr eine Wachablösung stattfindet. In der Nähe liegt auch das Nobel-Friedenszentrum, in dem sich Besucher über alle Gewinner des Friedensnobelpreises informieren können. Der Sitz der Norwegischen Nationalversammlung ist in einem beeindruckenden Parlamentsgebäude untergebracht und hat seine Adresse ebenfalls an der Hauptstraße. Direkt am Wasser thront die mittelalterliche Festung Akershus aus dem Jahre 1299.
In nicht allzu ferner Vergangenheit waren die Unterschiede zwischen dem Westteil (Vestkanten) und dem Ostteil (Østkanten) der Stadt deutlich zu erkennen. Zum damals wirtschaftlich besser gestellten Westen von Oslo gehört unter anderem der Stadtteil Majorstua, wo sich viele exklusive Geschäfte aneinanderreihen und in der Nacht in vielen Bars der Bär steppt. Weiter im Westen liegen Frogner, Briskeby und Bygdøy allé, die sich besonders durch ihre prächtigen Herrenhäuser auszeichnen. Auch die Geschäfte in dieser Gegend sind in der oberen Preisklasse angesiedelt. Bislett und St. Hanshaugen sind Orte, die mit ihren vielen kleinen Cafés, Bars und Geschäften zum Verweilen einladen. Da die Universität ganz in der Nähe liegt, sind hier viele Studenten anzutreffen. Der Park von St. Hanshaugen liegt etwas oberhalb der Stadt und bietet eine wunderbare Aussicht über Oslo.
Zu den im Ostteil gelegenen Stadtteilen gehört Grønland mit seinen, für norwegische Verhältnisse, preiswerten Cafés und Läden. In Tøyen befindet sich das Munch-Museum. Edvard Munch ist einer der bekanntesten skandinavischen Maler und ein Vertreter des Expressionismus. In diesem Teil der Stadt liegt auch der zur Universität gehörende Botanische Garten. In Gamlebyen und Ekeberg gibt es eine Menge Kulturerbestätten und Archäologische Funde. In Ekeberg befindet sich auch der Ort, an dem Edvard Munchs berühmtes Gemälde „Schrei“ entstanden ist.
Natur rund um Oslo
Im Nordwesten von Oslo liegt der Berg Holmenkollen und das beliebteste Naherholungsgebiet für die Städter. Sowohl im Winter als auch im Sommer kann man hier viele Freizeitaktivitäten unternehmen, z. B. Skifahren oder Klettern. Wer die schöne Landschaft erkunden will, macht eine ausgedehnte Wanderung. Auch mit dem Fahrrad oder dem Kanu lässt sich die Gegend entdecken. Übernachten können Besucher in einer der Sporthütten oder in einem mitgebrachten Zelt. Da Oslo am Wasser liegt, bietet sich auch eine Bootstour an, zum Beispiel zum Oslofjord. Unweit von Oslo liegt die Region Romerike, direkt am Mjøsasee, Norwegens größtem Binnensee. Auf dem See fährt der weltweit älteste Raddampfer Skibladner, der mehr als 150 Jahre alt ist und aufwendig restauriert wurde. Fast 200 Kilometer von Oslo entfernt liegt Lillehammer, die Stadt der Olympischen Winterspiele von 1994. Der Olympiapark ist für Besucher geöffnet und bietet seinen Besuchern einen guten Ausblick auf die Stadt und den Mjøsasee. Im norwegischen Olympiamuseum, wird die gesamte Geschichte der Olympischen Spiele gezeigt.
Im Mai bietet das gesamte Land Norwegen seinen Besuchern ein besonderes Urlaubserlebnis: Der 17. Mai ist der Norwegische Nationalfeiertag, an dem die Norweger das Ende der dänischen Herrschaft und die erste eigene Verfassung im Jahre 1814 feiern. Überall im Land wird mit Feiern und Paraden diesem Ereignis gedacht. Vielerorts werden traditionelle Trachten getragen, werden Flaggen und Banner geschwenkt. Die größte Parade, an der auch das norwegische Königshaus teilnimmt, findet in Oslo statt. Norwegen mit seiner Hauptstadt Oslo ist unser Kurzurlaubstipp für den Mai.